Was ist das Neue am Cloud Computing?
Eine essentielle Neuheit, welche Cloud Computing auszeichnet, ist der flexible und dynamische Erwerb von IT-Ressourcen. Dies bedeutet, dass Rechen- und Speicherkapazitäten nicht erst in einem mehrwöchigen Prozess evaluiert, eingekauft, installiert und eingerichtet werden müssen, sondern dass bei Bedarf innerhalb kürzester Zeit neue Ressourcen verfügbar und nutzbar werden. Diese Art von “On-Demand”-Kapazitätenerwerb ermöglicht den Betrieb von Anwendungen mit Schwerpunkt auf Skalierbarkeit, Elastizität und Verfügbarkeit.

Hybrid Cloud im Aufwind
Durch die entsprechende Auswahl von Cloud-Diensten hat jedes Unternehmen die Möglichkeit, individuell zu entscheiden, welchen Grad an Kontrolle es über seine Anwendungen und seine Daten abgeben bzw. behalten möchte. Dies geht so weit, dass grössere Unternehmen “Private Clouds” in eigenen Datenzentren betreiben. Um zu verhindern, dass kritische Unternehmensdaten herausgegeben bzw. bei einem externen Dienstleister gespeichert werden, kann sich ein Unternehmen auch bewusst entscheiden, bestimmte Anwendungen und Daten intern zu behalten und weniger heikle Aufgaben in eine Public Cloud zu verlagern. Es kann daher zu einer Vermischung von Public und Private Clouds kommen. Man spricht in diesem Fall von “Hybrid Cloud”.

Erläuterung der Begriffe beim Cloud Computing
Softwaredienste (Software-as-a-Service = SaaS) bezeichnen Anwendungen, welche direkt von einem Cloud-Dienstleister betrieben werden. Kunden können die Anwendung benutzen, ohne sie im Vorfeld kaufen, installieren und einrichten zu müssen. Der Cloud-Anbieter ist für den Betrieb und die Verfügbarkeit der Anwendung verantwortlich. Zum Beispiel CRM Quality Hosting.
Plattformdienste (Platform-as-a-Service = PaaS) bieten eine Ausführungsumgebung inklusive Datenbank und Webserver. Benutzer können eine Anwendung entwickeln und sie anschliessend auf der Infrastruktur des Cloud-Anbieters ausführen. Der Cloud-Anbieter kümmert sich dann automatisch um die Verfügbarkeit und die Skalierung. Wenn zum Beispiel eine Webanwendung einen starken Besucheransturm hat, wird sie vollautomatisch auf mehrere Server repliziert und die Last somit verteilt. Im Gegensatz zu IaaS-Diensten haben Benutzer in der Regel keine Kontrolle über die Art und Menge der eingesetzten Ressourcen.
Infrastrukturdienste (Infrastructure-as-a-Service = IaaS) bezeichnen grundlegende Ressourcen, welche für den Betrieb von Anwendungen notwendig sind. Dazu zählen virtuelle und physische Maschinen mit variabler Ausstattung, Speicherplatz, Load-Balancer, u.v.m.. Diese Ressourcen werden von mehreren Cloud-Dienstleistern angeboten und erlauben es eine IT-Infrastruktur komplett zu externalisieren.

Quelle: Loesing ETH Zürich